Presseberichte ....

"Münsterländische Tageszeitung"  vom 1. Juli 2010

Heimatfreunde in Dörpen zu Gast
Großzügiges Gelände mit Heimathaus wurde von der Samtgemeinde aufgekauft

Garrel (hög) – Das Heimathaus mit Nebengebäuden in Dörpen/Emsland sowie das rekonstruierte Festungsdorf Bourtange in den Niederlanden lernten rund 40 Mitglieder des Heimatvereins Garrel auf einer Ausflugsfahrt kennen.

Insbesondere die Anlage in Dörpen ließ die Besucher doch ein wenig neidisch werden, zumal die Garreler Bemühungen um ein Heimathaus noch immer nicht zum Erfolg geführt haben. In der Samtgemeinde Dörpen haben die Gemeindeväter ein ehemals als Bauernhaus und Wirtschaftsgebäude genutztes Gulfhaus mit 1,8 Hektar Fläche Land aufgekauft, nutzungsgerecht eingerichtet und dem Heimatverein zur Verfügung gestellt. „Die Unterhaltungskosten werden von der Gemeinde getragen, aber wir pflegen und betreuen das Objekt“, erläuterte Vorstandsmitglied Wilhelm Funke vom Heimatverein Dörpen. Die Gemeinde Dörpen sehe den Heimatverein als „Aushängeschild“, deshalb werde er auch großzügig unterstützt. In dem Gulfhaus selbst sind neben einem gemütlichen Heimatraum, in dem den Garrelern Kaffee und Kuchen serviert wurden, auch ein Trauzimmer sowie ein Papiermuseum des Nordland-Werkes untergebracht. Vor dem Gulfhaus lädt ein gut gepflegter Bauern- und Kräutergarten zum Verweilen ein. Dieser Garten ist auf Kreisebene preisgekrönt und wird von Heimatfreunden aus Dörpen liebevoll „in Schuss“ gehalten. Einladend ist auch das Backhaus, in dem zu bestimmten Anlässen schmackhaftes Brot nach alter Tradition gebacken wird. „Zur Kirmes kommen 30 Brote aus dem Ofen und werden anschließend den Besuchern der Seniorenveranstaltung zur Verköstigung serviert“, informierte Heimatfreund Wilhelm Funke. In weiteren Gebäuden sind auf dem großzügigen Areal Wagenremise sowie ein Landarbeiterhaus mit Wohnräumen und Diele untergebracht. Auf der Diele haben die Heimatvereinsmitglieder alte Gerätschaften ausgestellt. Den Mittelpunkt der Freifläche auf dem Hofgelände bildet eine „Mini-Freilichtbühne“. Diese wird für Gottesdienste und Konzertveranstaltungen genutzt. Ideal ist das Gelände rund um das denkmalgeschützte Gotteshaus auch für Weihnachtsmärkte. „Unser Weihnachtsmarkt ist weithin bekannt und wird gerne angenommen“, warb Funke für einen weiteren Besuch Dörpens in der Vorweihnachtszeit.
Unter dem Stichwort „Papierwelt Dörpen – facettenreiches Museum zum Anfassen“ präsentiert sich das Papiermuseum des seit 1968 in Dörpen ansässigen Unternehmens „Nordland“. In dem Museum kann mit den Arbeitsgängen „Schöpfen, Gautschen, Pressen und Trocknen“ Papier wie vor 200 Jahren von Hand hergestellt werden. Aber auch die Vielfalt der Drucktechniken wird hier erklärt und mit vielen weiteren Angeboten ist das Museum sogar als „außerschulischer Lernstandort“ anerkannt worden. Welche Bedeutung die „Nordland“-Fabrik für die Gemeinde Dörpen hat, lässt sich an den Produktionsmengen ablesen: In dem Unternehmen werden jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen Papier hergestellt. Als Arbeitgeber ist „Nordland“ deshalb unersetzlich.

Zweites Ziel der Heimatfreunde war der Ort Bourtange in den Niederlanden. Bei dem Dorf handelt es sich um eine bewohnte Festungsanlage, die von einem sternförmigen Wassergraben umgeben ist. Bourtange zählt insgesamt 450 Einwohner, in der „Festung“ selbst leben aber insgesamt nur 70 Personen, die sich nach Auskunft der Führerin „alle sehr gut kennen“.
 

Fotos Högemann:
- Die Heimatfreunde aus Garrel besuchten das Heimathaus mit Nebenanlagen in Dörpen/Emsland.
- Papier herstellen wie vor 200 Jahren kann man in dem Papiermuseum des Unternehmens „Nordland“.
- Alte Kanonen in der Festungsanlage Bourtange in den Niederlanden. Das Dorf ist immer einen Besuch wert.

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