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"Münsterländische Tageszeitung"  vom 06. März 2008

Für Forscher und Sammler interessant
Ruth Decker und Monika von Hammel stellten ihre Sammlung an Totenbildern und –zetteln in Garrel vor

Garrel (hög) „Totenzettel sind für Familienforscher als Zusatzquelle sehr interessant“, meinte Ruth Decker aus Cloppenburg. Auf der Generalversam-mlung des Garreler Heimatvereins informierte die Referentin gemeinsam mit Monika von Hammel aus Nutteln über ihre gemeinsame Sammelleiden-schaft:
Insgesamt rund 40000 Daten haben die beiden in den vergangenen fünf Jahren zusammengetragen und archiviert. Für besonders seltene Totenzettel wie beispielsweise den des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß würden inzwischen horrende Summen bezahlt. Denn das Sammeln dieser Andenken werde auch in Deutschland immer beliebter. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seien in unserer Region erste Totenbilder von Verstorbenen der gehobenen Schicht gedruckt worden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders seit dem ersten Weltkrieg sei es in allen Bevölkerungsschichten zur Tradition geworden, nach Bestattungen Totenzettel an die Angehörigen und Bekannten zu verteilen. Gemäß dem Motto: „Man soll nicht schlecht über Tote reden“, seien die Inhalte der Zettel aber nicht immer wahrheitsgetreu. Doch viele interessante Informationen könnten den Zetteln entnommen werden.
Die Sammlung von Ruth Decker und Monika von Hammel enthält auch schon an die 300 Totenbilder aus der Gemeinde Garrel. Da die beiden Referenten ständig auf der Suche nach weiteren Daten sind, appellierten sie an alle, ihnen etwaige Privatsammlungen zur Verfügung zu stellen. In Garrel können die Totenzettel beim stellvertretenden Heimatvereinsvorsitzenden Helmut Vormoor (Telefon 04474-8001) abgegeben werden. „Wir digitalisieren die Daten und geben die Zettel den Eigentümern umgehend zurück“, sagte Ruth Decker.
Die Generalversammlung war mit einem Wurstebrotessen eingeleitet worden. Vorsitzender Bernd Ferneding berichtete dann über eine erfolgreiche Vereinsentwicklung: „1985 sind wir mit 50 Heimatfreunden gestartet, heute haben wir 742 Mitglieder.“ Den „Amerikastein“ hätten im vergangenen Jahr 425 Personen besucht. Besonderer Dank gelte Alwin und Hanna große Hillmann, die ehrenamtlich die Pflege der Anlage gewährleisteten. Besonders von Radfahrern gut angenommen würden die Schutzhütte und die neue Überdachung der Sitzgruppe.
Das Mitteilungsheft „Use Dörpblatt“ sei zweimal erschienen und bei den Lesern sehr beliebt. Vorstandsmitglied Rolf Tapken und sein Redaktionsteam hätten bei der Zusammenstellung der Beiträge gute Arbeit geleistet.
„Das vielfältige Programm des Heimatvereins kommt das ganze Jahr über bei den Mitgliedern sehr gut an“, lobte Ehrenbürgermeister Rudi Bley. Die Vorstands-Aktiven würden sich in der Gemeinde Garrel in besonderer Weise für den Heimat- und Kulturgedanken einsetzen.
Die nächste Veranstaltung ist eine Morgenwanderung, die am Samstag, 3. Mai, in die Molberger Dose führt. Eine Tagesfahrt nach Emsbüren mit Besuch der „Emsflower“ folgt am Samstag, 21. Juni.
Aufs Fahrrad steigen die Heimatfreunde am Samstag, 2. August, und am Samstag, 6. September, folgt eine Halbtagesfahrt nach Dinklage.
Zu einer Autorenlesung wird für Mittwoch, 26. November, eingeladen.

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