Presseberichte ....

"Münsterländische Tageszeitung"  vom 20.09.2007

Minister unterstützt Garreler Vorhaben

Landtagspolitiker informierten sich über den Bau eines Kunst- und Kulturhauses in Garrel

Garrel (hög) – Die Gemeinde Garrel und ihre 110 Vereine und Institutionen wünschen sich auf dem Gelände des Dorfparks ein Kunst- und Kulturhaus. Unter welchen finanziellen und zeitlichen Bedingungen das Projekt zu realisieren ist, diskutierten am Dienstagabend der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann und zahlreiche weitere Landespolitiker mit Vertretern der Gemeinde, des Heimatvereins und des Kunst- und Kulturkreises in Garrel.
Auf Einladung des Garreler CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley waren neben dem Minister auch die Mitglieder des Arbeitskreises für Wissenschaft und Kultur im Landtag zu einem Lokaltermin in den Dorfpark gekommen. Unter den Politikern waren die Vorsitzende des Arbeitskreises, MdL Katrin Trost aus Osnabrück sowie die stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Biestmann aus Vechta und Karl-Heinz Klare aus Diepholz. Begrüßt werden konnte nicht zuletzt Landrat Hans Eveslage.
Auf dem Gelände zwischen Petersfelder Straße und Alte Dorfstraße wurde das alte „Kuhlen-Haus“ besichtigt. Dieses um 1928 entstandene Gulfhaus soll entweder erhalten oder aber durch den Neubau eines Kunst- und Kulturhauses ersetzt werden. Welche der Alternativen die günstigere sei, wurde während eines Arbeitsessens im „Hotel zur Post“ diskutiert. Minister Lutz Stratmann machte deutlich, dass Gelder aus einem EU-Strukturhilfefonds zurzeit nicht zu erwarten seien.
Die in Frage kommenden Fonds seien bereits überzeichnet. Außerdem entsprächen die bisherigen Planungen nicht den Kriterien, die in ein Förderkonzept passten. Stratmann empfahl deshalb die Überarbeitung des Konzeptes mit dem Ziel des Erhalts des alten Gulfhauses. Dann könnten die Denkmalspflege und der Kulturtourismus geltend gemacht werden. Der Minister bot ein Informationsgespräch in seinem Ministerium an, um weitere Details zu besprechen und Fördermöglichkeiten zu überprüfen.
Eingangs hatten Bürgermeister Andreas Bartels und MdL Karl-Heinz Bley den Gästen den Stand der bisherigen Planungen erläutert. Demnach ist ein von dem Planungsbüro „TOPOS“, Oldenburg, erstelltes Konzept bereits in der CDU-Fraktion diskutiert worden. Dieses Konzept beschreibt einen dreischiffigen, 1,5 Millionen teuren Neubau mit Foyer, Lichthof, Heimatarchiv und Räumlichkeiten für den Heimatverein sowie den Kunst- und Kulturkreis. Veranstaltungen für bis zu 100 Personen könnten in dem Gebäude stattfinden. Ziel ist die freie Bewirtschaftung unter anderem über ein Dorf-Café.
„Unser Anliegen ist, die Kunst-, Kultur- und Heimatpflege in unserer Gemeinde voranzubringen. Deshalb wollen wir ein multifunktionales Gebäude, das den Vereinen und damit der Bevölkerung zur Verfügung steht“, sagte Bartels. Ein Dorfgemeinschaftshaus solle es aber nicht werden.
Die Vertreter des Heimatvereins und des Kunst- und Kulturkreises betonten, sie würden ein Kunst- und Kulturhaus als Bereicherung für Garrel sehen und sich für die Realisierung des Projektes nach Kräften einsetzen. Heimatvereinsvertreter Helmut Vormoor erinnerte daran, dass ein erster Vorstoß für ein solches Projekt bereits 2002 erfolgt sei. Auch Landrat Hans Eveslage betonte, „das Haus ist genau richtig zu diesem Zeitpunkt und fördert den Zusammenhalt in Garrel.“
Um die weiteren Planungen voranzubringen, regte Bürgermeister Bartels die Gründung eines Arbeitskreises an. Dem Gremium sollen Vertreter der politischen Gemeinde, des Heimatvereins und des Kunst- und Kulturkreises angehören. Grundsätzliche Fragen wie der Neubau oder Erhalt des alten Gulfhauses sollen geklärt werden. Anschließend wollen die Verantwortlichen das Gesprächsangebot von Minister Stratmann nutzen und nach Fördermöglichkeiten suchen.
„Wir haben mit dem heutigen Treffen einen guten Schritt nach vorne getan und ich bin sicher, dass das Kunst- und Kulturhaus mittelfristig am vorgesehenen Standort entstehen kann“, betonte MdL Karl-Heinz Bley im Gespräch mit unserer Zeitung.

Diese Seite drucken