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"Dörpblatt"  vom 9. Oktober 2010

Historisches und Neues

„Erkundungsgang“ durch den Ort Garrel mit vielen interessanten Informationen

Garrel (hög) – Einen „Erkundungsgang durch Garrel“ bot erstmals der Heimatverein Garrel allen Heimatfreunden und Neuzugezogenen an. Als fachkundigen Führer hatte der Veranstalter Garrels Ehrenbürgermeister Rudi Bley gewinnen können. Dieser vermittelte den Teilnehmern während des rund dreistündigen Rundgangs viel Wissenswertes aus Geschichte und heutiger Zeit.

So berichtete Rudi Bley, dass das erste Garreler Gotteshaus um 1500 an der Stelle des jetzigen Saalbetriebes Niemann gestanden hat. Die Kirche war 50 Fuß lang und 22 Fuß breit, wobei ein „Fuß“ 30,48 Zentimeter groß ist. Zwölfmal im Jahr wurde hier „Predigtgottes-dienst“ gehalten. Die heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul umfasst rund 1300 Quadratmeter und bietet bis zu 1200 Sitzplätze. Für Leseratten ist die Katholische Öffentliche Bücherei eine unerschöpfliche Fundgrube: Die Einrichtung bietet 15400 Medien und kommt auf 36250 Ausleihungen im Jahr. Das auf einem Nachbargrundstück errichtete Kriegerdenkmal wurde 1970 im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet und erinnert heute an die Gefallenen aller Kriege. Eingearbeitet wurde das Relief, das für die Gefallenen des ersten Weltkrieges errichtet wurde. In zwei Bauabschnitten, und zwar 1977 und 1988, wurde das Johanneshaus geschaffen, das heute vielen Vereinen und Gruppen für ihre Treffs und Veranstaltungen gute Dienste leistet. Die Problematik der Sanierung oder des Neubaus des katholischen Kindergartens St. Peter und Paul schnitt Rudi Bley ebenfalls an. Der derzeitige Stand: Nach Fertigstellung des neuen Kindergartens an der Immenstraße will die politische Gemeinde den Wunsch der Kirche nach Neubau unter Berücksichtigung des zukünftigen Bedarfs beraten. Der Barbara-Kindergarten ist mit rund 16 Jahren hingegen noch relativ neu. Er befindet sich in kommunaler Trägerschaft und hält als einziger Kindergarten in der Gemeinde eine Integrationsgruppe vor. Mit dem Bundesjungschützentag 1990, dem Bundesschützenfest 1993 und dem Europaschützenfest 2000 schulterte die St.-Johannes-Schützengilde Garrel drei Großveranstaltungen, die sonst nur in Großstädten abgehalten werden. Der Verein, so informierte Ehrenbürgermeister Bley, ist mit 1300 Mitgliedern der größte in der Gemeinde. Doch dann folgt bereits der BV Garrel mit seinen rund 1000 passiven und aktiven Mitgliedern. Sechs Plätze und ein Sportlerheim gehören zur großzügigen Anlage des Vereins. Beispiel für Bürgersinn ist das Garreler Hallenbad, das 1974 gebaut und mit Bürgerspenden in Höhe von 225000 DM erst ermöglicht wurde. Eine sehr gute Ausnutzung hat die Großraumsporthalle, die 1982 für 2,4 Millionen Mark gebaut wurde. Ihr 40jähriges Bestehen feiert im kommenden Jahr die Katholische Grundschule Garrel. Aus diesem Anlass fiebern die rund 400 Schülerinnen und Schüler einer „Zauber-Projektwoche“ entgegen. Auch eine Festschrift soll herausgegeben werden. Über eine großzügige Mensa verfügt die Haupt- und Realschule, die als Ganztagsschule geführt wird und in der mehr als 700 Jugendliche unterrichtet werden. Bereits neun Jahre alt ist das neue Garreler Rathaus, das von Bürgermeister Andreas Bartels vorgestellt wurde. Bartels ging in seinen Erklärungen auch auf die Entwicklung der Gemeinde ein, wobei er besonders die vielen Arbeitsplätze in den Gewerbe- und Industriebetrieben hervorhob. Bereits 102 Jahre alt ist die Freiwillige Feuerwehr Garrel. Mehr als 50 „Freiwillige“ sorgen für die Sicherheit der Garreler Bürger.

Letzte Station des „Erkundungsganges“ war das neue Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde. Noch vor zwei Wochen feierte die Gemeinde das 60jährige Bestehen der „Friedenskirche“. Pfarrer Ossowski führte durch das Zentrum und lud die Heimatfreunde abschließend zur Kaffeetafel ein.

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